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Kennst du deine ganz persönlichen Feinde des Marketings? Um erfolgreich zu sein, bedarf es einiges an Wissen, Ideen und Einsatz. Und wenn du loslegst und deine ersten Aufgaben umgesetzt hast, begegnest du ihnen sehr schnell: Den drei grössten Feinden des erfolgreichen Marketings!

Marketing Feind 1: Freunde und Bekannte

 

So komisch sich das anhört, du wirst schnell erkennen, dass auch Freunde, Bekannte oder Verwandte deine Feinde (auf jeden Fall in Bezug auf Marketing) sein können.

Das erste was wir machen, wenn wir unsere neue Webseite erstellt haben, ein Logo, oder einen Flyer entworfen haben: Wir fragen uns nahestehende Personen, wie sie das finden. Darin liegt dann auch die Crux: Nicht jeder hat jemanden, der Experte im Bereich Marketing ist und so wird die Antwort wohl eher nach subjektivem Geschmack ausfallen. Als Freund hat man meistens ja auch die Angewohnheit, nicht alles ganz direkt zu sagen, oder nicht direkt zu kritisieren.

So bedauerlich das auch ist: In 99% aller Fälle wird die Antwort von Freunden und Bekannten wohl eher “für die Katz” sein. Oder noch schlimmer: sie ist manchmal sogar kontraproduktiv. Denn man wird durch eine Person bestätigt, die weder die richtige Zielperson ist, noch vielleicht wirklich Ahnung von der Materie hat. Wenn du dir jetzt sagst, dass das bei dir nicht der Fall ist, dann denke genau darüber nach. Wir erleben es immer wieder, das jemand sagt: Ja, deine Webseite ist schön. Schönes Logo. Hmmm, viel Text. Schöne Bilder. Und so weiter … Das ist aber keine qualifizierte Antwort, die dich weiterbringt.

 

Eine Webseite muss nicht “schön” sein.

 

Denn: Eine Webseite muss nicht schön sein (auch wenn das durchaus nicht schadet), sie muss funktionieren. Und zwar bei deiner Zielgruppe. Denjenigen, die dich NICHT kennen und eher aus einem Bedürfnis heraus dein Kunde werden. Klar, vielleicht kaufen deine Freunde auch etwas bei dir, vielleicht auch nicht aus Freundschaft. Aber vielleicht auch genau deswegen?

Unsere Botschaft: Du sollst auf keinen Fall deine Freunde und Bekannte abschaffen 😉  Aber wenn es darum geht deine Marketingaktivitäten zu prüfen und zu bewerten, dann halte dich von Personen aus deinem näheren Umkreis lieber fern. Du hast viel Arbeit in die Umsetzung investiert. Dann ist sie es auch wert, von einem Profi bewertet zu werden. Abgesehen davon, dass du auch noch wertvolle Tipps bekommst. Das ist gar nicht so teuer, wie du eventuell denkst. Ausführliche Webchecks bekommst du bereits ab 49.00 CHF, das lohnt sich allemal.

Und wenn du es ganz sicher wissen willst und nicht introvertiert bist, dann geh doch einfach mal auf wildfremde Menschen zu. Solche, bei denen du denkst, dass sie zu deiner Zielgruppe gehören können. Frage sie nach ihrer Meinung. Beobachte sie bei der Sichtung deiner Webseite und letztendlich frage sie, warum sie jetzt noch nicht deine Kunden geworden sind. Besser kannst du deine Aktionen nicht validieren.

Marketing Feind 2: Zu grosse Erwartungen

 

Du hast eine Idee. Hast eventuell (deiner Meinung nach) die absolute Marktlücke erfunden. Du hast mit Freunden und Bekannten darüber gesprochen (siehe dazu auch wieder Punkt 1) und die finden deine Idee auch toll. Natürlich hast du auch ein wenig “geforscht” und bist dir sicher: Dein Angebot ist unschlagbar und ganz viele Menschen brauchen das!

Also legst du los. Punkt eins dazu: Super! Machen! Es bringt nichts, ein Leben lang zu grübeln und sich nachher darüber zu ärgern, wenn andere es dann vor dir gemacht haben. Es bringt auch nichts, ein ganzes Jahr lang ein Marketing-Konzept zu schreiben und mit allen möglichen Wissenschaften den Wirksamkeitsgrad zu berechnen. Überlasse das den Grossunternehmen. Die haben Geld und Personal dafür.

Du brauchst zwei ganz andere Dinge: Willen und Machen! Nun zum Feind: Wenn du dir also sicher bist, dass du genau den richtigen Weg gehst, die Leute dein Angebot benötigen und du auch schon alle deine Marketing Aktivitäten vorbereitet hast, dann kann doch nichts schief gehen, oder? Das ist so! Du wirst Erfolg haben. Aber es steht noch etwas anderes dagegen: Deine Erwartungen.

Marketing braucht seine Zeit!

 

Erfahrungsgemäss sind diese bei den meisten Menschen viel zu hoch. Das ist ein ganz menschlicher Faktor. Man ist ja davon überzeugt. Aber es ist viel schwerer und langwieriger andere Menschen zu überzeugen. Und das vergisst man gerne. Um seine Erwartungen richtig einstufen zu können, sollten man folgende Dinge beachten: Marketing braucht seine Zeit. Rechne mit ersten Ergebnissen erst nach einigen durchgeführten Kampagnen.

Kontinuität ist eines der wichtigsten Dinge, wenn man auf Dauer erfolgreich sein möchte. Sicherlich kann es sein, dass bereits deine erste Aktion ein kleiner oder auch grosser Erfolg wird. Aber lass dich dadurch nicht blenden und adaptiere das nicht auf die nächste Aktion. Du wirst Erfolge, aber auch vermeintliche Rückschläge erleben. Aber selbst Aktionen ohne eigentliche Umsetzung (Conversion) haben ihren Nutzen. Denn sie schaffen Awareness (Wahrnehmung) und diese zahlt sich mit der Zeit aus.

 

Bedenke den Marketing-Funnel

 

Bedenke den sogenannten Marketing-Funnel. Dieser Trichter zeigt dir auf, wie viele Kontakte man im Schnitt braucht, um bis zu einem Verkauf zu kommen. Das ist je nach Kanal (Channel) sehr unterschiedlich. Bei wirklich erfolgreichen Kampagnen, die zum Beispiel über Social Media gestartet werden, gibt es je nach Wert des Verkaufsgegenstandes und nach Bedürfnisgrad deines Angebotes, ganz unterschiedliche Werte. Du musst langsam herantasten.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Du schaltest eine Anzeige über Facebook. Am Anfang ist es gar nicht so einfach, eine optimierte Anzeige zu erstellen. Willst du Menschen auf deine Webseite weiterleiten, dann kannst du im Schnitt mit 0.5% bis 2% CTR (Klickrate) rechnen. Bedeutet, wenn du eine Reichweite von ca. 10’000 erreichst, werden vielleicht 200 Menschen auf deine Webseite gelangen.

Nun musst du die Leute auf deiner Webseite noch dazu bewegen, das Interesse in Kaufwillen (Bedürfnis) umzuwandeln. Hier kannst du, wenn du eine Seite oder Landingpage hast die wirklich gut ist, mit einer Umwandlung von 2-5% rechnen. Bedeutet also, dass von den 10’000 Menschen 200 auf deine Webseite gelangen, wovon dann vielleicht 4-10 dein Angebot so interessant finden, dass sie es wahrnehmen möchten.

Damit ist der Funnel aber noch nicht zu Ende, denn jetzt müssen sie den Kauf auch abschliessen. Ist deine Webseite perfekt und das Kaufen/Buchen sehr einfach gestaltet, kannst du mit einer Umwandlung (Conversion) von 10-20% rechnen. Also bleiben dir von vielleicht 4-10 Kaufwilligen (Opportunities) ca. 1-2 Personen, welche den Kauf auch abschliessen. Und das auch nur, wenn deine Webseite absolut optimiert ist.

 

Geduld wird belohnt!

 

Das sind alles sehr fiktive Werte und kann stark variieren. Es hängt von deinem Einzugsgebiet ab, deiner Zielgruppe, deinem Angebot und dem Bedürfnis, welches du damit bei den Menschen befriedigst. Hast du die ersten 10-15 Anzeigen geschaltet und dort auch mit dem sogenannten A/B-Testing gearbeitet, sowie die Ergebnisse akribisch ausgewertet und sowohl Anzeigen, wie auch deine Webseite optimiert, erreichst du einen ungefähren Mittelwert, um auf Dauer deine Erwartungen wirklich messbar machen zu können.

Fazit: Gehe davon aus, dass deine Erwartungen durch deine Motivation und deine subjektive Sicht am Anfang viel zu hoch sind. Das ist nicht schlimm, wenn du im Umkehrschluss deine Motivation nicht verlierst, wenn deine Erwartungen nicht erfüllt werden. Da das eine mentale Sache ist, sei dir gewiss: Dieser Feind ist ein sehr starker 😉

Marketing Feind 3: Fehlende Kontinuität

 

Während du den ersten beiden Feinden des Marketings öfter begegnen wirst, taucht der dritte Feind eigentlich nur einmal auf: dauerhaft! Denn wenn du gegen diesen verlierst, hast du den Kampf im Marketing quasi aufgegeben. Kontinuität! Im Marketing ist fast nichts wichtiger, als wirklich ständig etwas zu tun und immer dran zu bleiben. Und das ist verdammt schwer.

Vielleicht noch schwerer als beim Sport. Und da ist es ähnlich. Trainierst du für einen Marathon, dann nutzt es dir nichts, einmal im Jahr laufen zu gehen. Da bist du ständig dran. Und jede grössere Pause wird dich wieder zurückwerfen. Genau so ist das im Marketing. Suchmaschinen wie Google ranken Seiten wesentlich höher, wenn immer wieder etwas neues zu entdecken ist. Daher sind Blogs und Foren auch die Spitzenreiter im allgemeinen Ranking.

Und auch im Offline-Marketing kennst du es: Ständig siehst du Werbung von bereits längst etablierten Produkten oder Marken. Warum machen die das? – Weil sie genau wissen, dass man nur im Fokus des Kunden bleiben kann, wenn man ständig und immer wieder zeigt, dass man da ist. Das es etwas Neues gibt, das es sich mal wieder lohnt, dein Produkt / deine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

Aber Kontinuität ist schwer und mühsam. Daher ist sie einer unserer Feinde. Es gehört dazu, ständig etwas zu tun. Mindestens einmal pro Monat einen Blog schreiben, wöchentlich Social Media Postings veröffentlichen, oder auch monatliche Newsletter versenden. Kontinuität kostet Zeit und auch Geld. Das tut halt ein wenig weh. Kommt der Erfolg, dann fängt es aber an Spass zu machen. Und dadurch können wir diesen Feind besiegen. Aber da ist eben auch unser Feind Nummer zwei, die zu hohen Erwartungen, die diesem Feind in die Hände spielen.  Nicht erfüllte Erwartungen führen zu Demotivation und diese dazu, dass wir immer weniger Lust haben, etwas zu tun. Das ist ein sehr gefährlicher Kreislauf!

 

Es gibt kein schlechtes Marketing

 

Eine provokative Aussage: Es gibt kein schlechtes Marketing! Ausser das, was man nicht kontinuierlich tut. Selbst wenn es am Anfang erfolglos erscheint, mit der Dauer kommt der Erfolg. Das wird. Das haben wir immer und immer wieder erlebt. Auf den Gipfel des Marketing-Erfolgs führt halt oftmals nur der Weg durch ein Tal der Tränen. So wie beim Sport. Oder glaubst du, einem Marathonläufer macht jeder Trainingskilometer Spass? Jede Blase am Fuss schmerzt. Jeder Muskel brennt. Aber all das ist vergessen, wenn man nach 42.195 Kilometern über die Zielllinie läuft.

Lauf! Übe für deinen ganz persönlichen “Marketing Marathon”.

Keine Sprints. Ein DAUERlauf bis ins Ziel.

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